Retrocomputing...?
Diese Site ist eine Hommage an die Pionierzeit de Heim-, Büro-
und Taschencomputer. Wie kam es dazu? Im Sommer 2001 hat mich, ausgelöst
durch eine Sonderausstellung im Museum
für Kommunikation Bern, das «Retro»-Virus befallen. Nicht
ein Retrovirus im medizinischen Sinn, sondern ein Sammelvirus, das mich zum rastlosen
Suchen, Horten und Pflegen von ausgedienten Computern zwingt.
Schliesslich haben mich einige dieser Wundermaschinchen schon
eine lange Zeit in meinem Leben begleitet. Vor langer Zeit erweckte eine Ausgabe
der Zeitschrift «PM Computerheft» mein Interesse. Ungefähr
1984 wurde dann ein Commodore 64,
damals noch mit Audio-Kassettengerät als Speichermedium, zu meiner Einstiegsdroge.
Später folgte ein Amiga
2000 bzw. 2500, neben einigen Taschencomputern («Klaviere», wie
mein Elektrotechniklehrer - seinerseits ein HP-Anhänger - zu
lästern pflegte...) wie der Sharp PC-1401, der leider nicht mehr existiert,
und der noch immer in Gebrauch stehende Casio
FX-850P.
Stichwortartiger Abriss meiner «Computergeschichte»
Soweit aufgrund eines alten Tagebuches und Erinnerungen rekonstruierbar.
- 1984/85: Anschaffung eines C64 mit Kassettengerät. Programmierung in BASIC/Simon's BASIC
- 1985 ab und zu gemeinsames «hacken» mit einem Berufsschulkollegen
- Erste Erfahrungen mit einem MS-DOS-Computer, PC Spectravideo (ein seltsames Modell mit seitlich angebauter Floppy, wovon ich im Internet leider kein Bild gefunden habe), welcher in der Lehrwerkstatt zur Verfügung stand. Manchmal sind wir bis Mitternacht dort gebliegen. GW-BASIC-Programme, z.B. Biorhythmus.
- 1985: Erwerbe einen Sharp PC-1401
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- Oktober 1985 Anschaffung des Floppylaufwerkes 1541
- November 1985: Programmierung des «Versifikators» (Reim-Programm) auf dem Spectravideo-PC.
- April 1986: Arbeite am «Talkmaster» auf dem C64 (ein Dialogprogramm, weiterentwickelt aus einer Computerzeitschrift)
- Ab Mai 1986: Baue spezielle C64-Interfaces für die Berufsschule zusammen.
- Mai 1986: Programmierung des C64 in Assembler, z.B. Sound-Programm
- 1986/87 In der Berufsmittelschule Informatikunterricht (BASIC, Pascal) auf CP/M-Rechnern. Werde mit meinem Kollegen zusammen einmal in einer Prüfung beim Flunkern erwischt: Die Prüfung erfolgte in zwei Gruppen, die nacheinander an den Maschinen sassen. Wir hatten die Festplatte als Speicher für die Lösung benutzt, der Lehrer aber ein Protokollprogramm eingebaut. Ein anderes Mal ging's glatt: Im BASIC mussten wir nach dem Ausdrucken NEW und «Return» eingeben. Der Lehrer kontrollierte dann, ob anschliessend «OK» am Bildschirm stand... was man natürlich auch so aussehen lassen konnte, ohne «Return» zu drücken :-)
- Februar 1987: Ausbau des Speichers des Sharp PC-1401 auf 10 KB (Selbstbau-Erweiterung)
- Bau einer 4fach-SID-Erweiterung für den C64, dadurch wird der C64 12-stimmig stereo. Schleisse dabei leider einen SID-Chip (Kurzschluss). Programmierung der nötigen Routinen in Assembler.
- ca. 1989: Anschaffung des CASIO FX-850P
- 1990: C64 verkauft (dieser ging gleich danach kaputt...). Anschaffung Amiga 2000.
- Baldige Erweiterung zum Amiga 2500. Meine erste Harddisk hatte 40 MB!
- 1991: Diplomarbeit an der HTL auf einer Data General MV-8000 unter AOS/VS mit DG-Pascal Rev. 02.10.00.00
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